Das ist das Ende: James Franco und Co - © 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

Komödie: Das ist das Ende im Kino

Party bei James Franco

Wo könnte man das Ende der Welt besser verbringen als in James Francos Haus? Das dachten sich wohl auch die Macher von "Das ist das Ende", die diesen schönen Gedanken zur Prämisse ihrer apokalyptischen Komödie gemacht haben. Und so sehen wir, wie James Franco als James Franco mit Seth Rogen als Seth Rogen eine wilde Hausparty feiert, auf der auch die übrigen Stars wie Jonah Hill, Jay Baruchel und Emma Watson sich jeweils selbst spielen – zumindest irgendwie.

Natürlich entsprechen die Charaktere nur sehr bedingt bis gar nicht den wahren Persönlichkeiten der Schauspieler. Während einige Ensemblemitglieder mit sichtlicher Spielfreude ihr öffentliches Image persiflieren, sind einige Figuren so extrem überzeichnet, dass ein Bezug zur Realität ausgeschlossen scheint – jedenfalls sollte man das schwer hoffen. Und so wird gefeiert, als ob es kein Morgen gäbe, bis es tatsächlich kein Morgen mehr gibt: Während die Promi-Clique die Sau raus lässt, bricht wie aus dem Nichts die Hölle auf Erden los. Das Jüngste Gericht hat begonnen und keiner wird verschont – auch James Franco und seine prominenten Partygäste nicht.

Eingepfercht in James Francos Haus


Über weite Strecken lebt die von Evan Goldberg und Seth Rogen geschriebene und inszenierte Komödie von der witzigen "Was wäre, wenn"-Prämisse. Trotz des ironischen Spiels mit den Identitäten der Schauspieler, der mitunter brachialen Komik und den Splatter-Effekten funktioniert der Film aber auch als ordentlich ausgearbeitetes Ensemble-Stück. So bildet die Gruppendynamik zwischen den überlebenden Promi-Freunden das Herzstück der durchgeknallten Story. Eingepfercht in James Francos Haus, offenbaren sich im Angesicht der Apokalypse die schlimmsten und besten Seiten der Protagonisten. Besonders mit der unvermittelten Ankunft des egozentrischen Danny McBride – der bereits in der Komödie "Ananas Express" neben James Franco, Seth Rogen und Craig Robinson zu sehen war – wird das Zusammengehörigkeitsgefühl der spleenigen Truppe auf eine harte Probe gestellt.

Zu "Ananas Express" kriegen wir übrigens eine Mini-Fortsetzung während des Films geboten. Da die Jungs eh nichts zu tun haben, während draußen die Apokalypse wütet, drehen sie in James Francos Haus ein herrlich stümperhaftes, auf wenige, absurde Minuten komprimiertes Sequel. Ebenso erfreulich sind die kleinen Verweise auf andere Zusammenarbeiten zwischen den Hauptdarstellern, wie etwa die Anspielungen auf die leider sehr kurzlebige TV-Serie "Freaks and Geeks", für die James Franco und Seth Rogen bereits Ende der 90er gemeinsam vor der Kamera standen. So ist die Komödie "Das ist das Ende" in gewisser Hinsicht wie ein Klassentreffen, eine auf Leinwand gebannte Party alter Freunde, die auf der Höhe ihres Erfolgs stehen und endlos feiern könnten – wenn nur die Sache mit der Apokalypse nicht wäre…


Das ist das Ende Kino-Plakat

Kinostart: 8. August 2013

Das ist das Ende (USA 2013), Originaltitel: This Is the End, Genre: Fantasy-Komödie, Regie: Evan Goldberg, Seth Rogen, Cast: James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Jay Baruchel, Danny McBride, Craig Robinson, Emma Watson, Laufzeit: 106 Minuten, FSK: ab 16 Jahren.

Carlos Corbelle

Welche Rolle James Franco in "127 Hours" spielt, erfährt man bei 2501.eu